Der Start der Reise zeigt ein mal mehr, wie viel eine detailierte Reiseplanung Wert ist ….
Tag 0 Die Anreise nach Jüchen
Geplant war ja eigentlich von zuhause mit dem Zug direkt nach Hamburg beziehungsweise Travermünde und von mit der Fähre nach Helsinki. Dank Corona und der daraus resultierenden Grenzschliessung Finnlands und der extremen Kompetenz der Deutschen Bahn begann also alles anders.
Glücklicherweise nahmen mich Kaspar und Andrea mit nach Deutschland, was mir eine zehnstündige Zugfahrt nach Hamburg ersparte. Da die Grenzen nach Finnland sowiso noch nicht geöffnet sind, war es auch kein Problem die Strecke von Jüchen nach Travermünde mit dem Rad, anstelle des Zuges, zu fahren.
Die Reise beginnt am 06. Juli morgens um 3 Uhr mit dem Aufladen meines Bikes und Gepäcks und einer anschliessend knapp siebenstündigen Autofahrt nach Jüchen.

Als Aufwärmrunde meiner Reise unternahm ich gemeinsam mit Kaspar und Matteo eine „kurze“ Tour rund ums Loch. Das Loch ist bis zu 400m tief und wir legten für die grosszügige Umrundung jenes knapp 40km zurück. Das Ganze dient zum Abbau von Kohle. Um alle Kohle abbauen zu können, werden ganze Dörfer und die gesamte Infrastruktur (Autobahn) umgesiedelt, die Kohle und Erde abgebaut, das Ganze sortiert und verarbeitet und anschliessend wird am andern Ende das Loch wieder gefüllt und die Infrastruktur frisch aufgebaut.
Die Menge an Menschen, welche hier Leben ist enorm und das Strassennetz entsprechend ausgebaut.
Tag 1 Jüchen – Lüdinghausen
Nach einer hervorragenden Nach im Gartähüsli startet ich also mit der richtigen Tour von Jüchen über Essen und Düsseldorf nach Lüdinghausen (oder zumindest dort in der Nähe), wo ich nach dem passieren von gefühlt tausend Ampeln endlich mein Lager aufbauen konnte.
Ich bin mir diese Dimensionen von Weite gar nicht gewohnt, es ist ungewohnt den Horizont in quasi alle Richtungen sehen zu können.
Tag 2 Lüdinghausen – Damme
Gestartet bin ich mit Glauben an Regen in kompletter Regenmontur, welche ich glücklicherweise über den ganzen Tag hinweg weiter reduzieren konnte.
Der Aufbau von Quartieren, eingeltich gesammten Städten erinnert mich stark an Amerika. Scheint man kann sich die Planung um einiges einfacher machen als zuhause.
Tag 3 Damme – Bremen
Was gibt es schon zu diesem Tag zu sagen… Regen, Haupstrasse und 15 Grad.

Eine der wenigen trockenen Orte an diesem Tag 
Tag 4 Bremen – Wischhafen
Immerhin am späteren Nachmittag und am Abend auf dem Campingplatz hat sich das Wetterproblem etwas gelöst und die Sonne kam glücklicherweise etwas zum Vorschein.
Tag 5 Wischhafen – Husum
Die letzte Etappe bis zum ersten kleineren Zwischenziel war ziemlich streng. Ich hatte quasi den ganzen Tag Gegenwind und die Distanz von 120km war auch nicht gerade wenig. Immerhin schien die Sonne grösstenteils, was die Fahrt um einiges erträglicher machte. In Husum angekommen darf ich glücklicherweise einige Tage in der Ferienwohnung bei der Familie von Marc verbringen.
Übrigens der Radweg mit der Bemerkung „Radwegschäden“ wär ernsthaft der beste bis Anhin.
An dieser Stelle nochmals besten Dank an Kaspar, Andrea, Matteo, Nicole, Richi, Irene, Marc und Sara.


















WL 15. Juli 2020
Wiiter so Gruäss Walti
WL 15. Juli 2020
Mir wänd jedä Tag ä bricht
harald Klein 16. Juli 2020
Schön flach meine Heimat…, aber der blöde Wind.
Gute Reise, bewundernswert wie du das machst!
Herzliche Grüsse, Harald