Beitragszeitraum: 12. – 21.07.2020
Tag 6 – 10 „Körperlockdown“
Wie ich ja bereits erfahren musste, lauft auf dieser Reise eigentlich nichts nach Plan. Nachdem mir das Wetter in der letzten Woche bereits gezeigt hat, was es wirklich kann und wie egal es ihm ist ob ich hier Radfahren möchte oder nicht, kam nun diese Woche auch noch mein Körper dazu. Dieser wollte mir auch noch kurz mitteilen, dass ich mich bitte nicht überfordern soll und das Ganze etwas gemächlicher angehen darf.
Die Schlussfolgerung daraus lautet also, knapp eine Woche rumliegen und meinen Körper schonen, sowie die Fähre erneut zu verschieben.
Tag 8 Husum
Ich konnte mich dann trotzdem nicht ganz dazu überwinden den ganzen Tag nur auf dem Sofa zu liegen und ging mit, die Stadt «Husum» zu erkunden.
Tag 9 Nordstrand
Da ich ja mittlerweile sowieso Zeit genug habe, ging es mit auf die Halbinsel (oder so) «Nordstrand» um die neu gebauten Meerdämme zu begutachten.
Tag 10 Sankt Peter-Ording
Und einen Tag darauf gings dann noch in die Strandferien.
Die Dimension dieses Strandes ist enorm. Sand links und rechts bis an den Horizont.

Tag 11 Husum – Kiel
Mein Rad musste nach nun knapp einer Woche auch wieder einmal bewegt werden, bevor es ganz verkommt. Also bin ich gemütlich von Husum Richtung Kiel gestartet. Das Wetter und mein Körper meinten es an diesem Tag sehr gut mit mir. Ich war einigermassen fit, hatte Rückenwind und es war grösstenteils sonnig.
Übrigens mein Planungstool Komoot macht einen sehr guten Job darin, mich wenigstens einmal täglich daran zu erinnern, dass es nicht nur Asphalt gibt.

Tag 12 Kiel – Lübeck
Vielleicht ist es ja, wie ich lernen musste, nicht ganz so schlau tageweise mehr als 100km pro Tag zu fahren. Da kam mir die Etappe von Kiel nach Lübeck mit ihren 70km sehr gelegen. Da die Jugendherberge leider keinen Platz für mich mehr frei hatte, gab es schlussendlich noch zwei drei Kilometer mehr, bis ich ein passendes Hotel gefunden habe.
Tag 13 Lübeck – Travermünde
Die Fähre fuhr leider erst in der Nacht um 02:00 Uhr los und «Boarding» war erst um ca. 23:00 Uhr. Was bedeutet, ich hatte ewig Zeit um mir Lübeck anzusehen, die 25km nach Travermünde zu fahren und mir Travermünde auch noch anzusehen. Die Zeit bis um 23:00 konnte ich mir mit essen, fotografieren und Whisky-Sour trinken relativ gut um die Ohren schlagen. Von Travermünde zum Hafen der Finnlines Fähre waren es auch noch einige Kilometer und so bin ich relativ pünktlich zum «Boarding» eingetroffen.
Tag 14 Travermünde – Helsinki
Nun war ich also endlich auf der längst ersehnten Fähre und fragte mich erst was ich nun die nächsten 28 Stunden, bis wir in Helsinki eintreffen, anstellen soll.
Die erste Aufgabe lag allerdings darin, den gebuchten Sitzplatz zu finden. Die Sitzplätze waren quasi in mitten der Besucherströme platziert und man merkte richtig, dass die Sitze nur für Drittklasspassagiere, welche zu geizig sind, vorhanden sind. Immerhin waren wir zuerst nur zwei Radfahrer und ich dachte mir ich kann jetzt noch nicht alles mit Matte und Schlafsack in Beschlag nehmen.
Nachdem sich aber nach ca. einer Stunde immer noch nicht mehr Leute auf den Sitzen fanden, war das der perfekte Zeitpunkt, um mich darüber zu freuen, dass ich mir das Geld für Kabine gespart habe und jetzt genüsslich, mit völlig ausreichend Platz mich auf meiner Matte ausbreiten kann. Ich konnte also zwei Nächte, nicht wie erwartet, tiptop schlafen.
Langeweile kam glücklicherweise auch am nächsten Tag nicht gross auf. Es waren noch zwei andere Radfahrer an Bord, mit welchen ich mich gut unterhalten und Bier trinken konnte und ein Hörspiel brachte auch die restliche Zeit gut um.
Wäre da noch der Punkt des Essens…. Nach dem ersten Frühstück habe ich relativ schnell realisiert, dass es vermutlich schlauer gewesen wäre mein eigenes Essen mitzubringen und nicht auf die Bordküche zu vertrauen. Das Frühstück war zwar gut aber hat schlussendlich ein Vermögen gekostet. Also ernährte ich mich gezwungenermassen den restlichen Tag von Riegeln und einem, auch völlig überteuerten, Sandwich.
Nun bin ich also an meinem sehr lange ersehnten Ziel angekommen und kann endlich mit meiner «richtigen» Reise beginnen!








































Fränzi 23. Juli 2020
Hey super Tobias..wieter so isch mega intressant, schüni Bilder,und los uf din Körper..🤗
Tobias 23. Juli 2020
Dangä👍 schü z ghörä und dueni uf jedä Fall machä